Wohn- und Gesundheitsquartier Düren

Jahr: 2016-2018Status: in Umsetzung
Ort: Düren

hauserpartner plant Errichtung eines Blindenheims mit Tagesklinik in Düren

Ausgangspunkt

Auf einem Grundstück mit einem schon länger stillgelegten Gebäude, soll ein Blindenheim mit Tagesklinik entstehen. Das bestehende Gebäude soll abgerissen werden und somit Platz für den Neubau geschaffen werden.

Bauabschnitt 1

Geplant ist ein viergeschossiger Neubau, bei dem auf drei Etagen das neue Blindenheim untergebracht werden soll. Das Gebäude wird vollständig unterkellert. Hinsichtlich der Flächen werden die neuen, in NRW geltenden, GEPA – Vorschriften sowie die des Landschaftsverbandes Rheinland erfüllt. Sämtliche Räume werden rollstuhlgerecht und barrierefrei ausgebildet. Darüber hinaus werden die Etagen für das besondere Klientel blindenspezifisch ausgestattet. Hierzu gehören vor allem die Beleuchtung, Orientierungshilfen an Wänden und in den Fußböden, taktile und kontrastreiche Bedienungselemente, Orientierung durch akustische Reize, Treppenhausabsturzsicherungen sowie Fingerklemmschutz.

Bauabschnitt 2

In einem weiteren Gebäudeteil sollen ebenfalls vier Etagen errichtet werden, die unmittelbar an das Blindenheim anschließen. Auch hier wird das Gebäude unterkellert. Hier soll eine tagestherapeutische Einrichtung und stationäre Nachsorge für Menschen mit geronto-psychatrischen Erkrankungsmerkmalen enstehen. Für die Patienten sind Trainings-, Aufenthalts-, Ruhe- und Gruppenräume geplant.

Konzeption Architektur

Bauabschnitt 1 und Bauabschnitt 2 nehmen den Verlauf des Eckgrundstücks auf und bilden diesen in der Gebäudestruktur wieder ab. Die moderne Architektur mit ihren großen, teils gebogenen Verglasungen, wird der exponierten Lage des Grundstücks gerecht. Die Fassade bildet eine Mischung aus Putz- und Klinkerflächen.

Konzeption Innenarchitektur

Das Innenraumkonzept wird speziell für die blinden Bewohner des Hauses entwickelt. Es wird besonderen Wert darauf gelegt, dass die verschiedenen Sinne der Menschen angesprochen werden. So spielen z.B. haptische Details eine große Rolle für die Orientierung, Kontraste bei der Wegeleitung, eine blendfreie indirekte Beleuchtung in den Fluren oder das Einsetzen von Zirbenholz im Wandbereich der Gemeinschaftsräume, um den Geruchssinn der blinden Bewohner positiv anzuregen.