Richtiges Lüften in Wohngebäuden

Das richtige Lüften stellt sicher, dass sauerstoffarme, verbrauchte Luft in geschlossenen Räumen in ausreichendem Maße gegen Frischluft ausgetauscht wird. Dabei geht es ebenso um das Wohlbefinden der Nutzer, als auch um den Abtransport von zu hoher Luftfeuchtigkeit.

Als Lüftungsmöglichkeit stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung:
A: natürliche Lüftung (freie Lüftung: insbesondere Fensterlüftung)
B: mechanische Lüftung (erzwungene Lüftung durch Raumlufttechnische Anlagen)

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Natürliche Lüftung

Bei der natürlichen Lüftung ist zu beachten, dass nach dem heutigen Stand der Technik die Gebäude nahezu luftdicht ausgeführt werden. Das maßgebende Kriterium für eine funktionierende natürliche Lüftung zur Gewährleistung des Mindestluftwechsels und damit zur Vermeidung u.a. von Schimmelbildung stellt somit das Öffnen der Fenster dar (höchste Effizienz bei stoßweißer Querlüftung). In der kalten Jahreszeit ist es außerdem erforderlich, die genutzten Wohnräume auch zu heizen, da nur erwärmte Luft Feuchtigkeit aufnehmen und dann beim Lüften nach außen transportieren kann.

Mechanische Lüftung

Unter dem Aspekt des heutigen hohen Standards bei der Luftdichtigkeit von Gebäuden, ist als Alternative zur freien (nutzerabhängigen) Lüftung der Einbau einer kontrollierten, mechanischen Lüftung zu bedenken. Auf diese Weise wird ein konstanter Luftwechsel (z.B. auch bei längerer Abwesenheit) ohne Mitwirkung des Nutzers sichergestellt. Um den hohen Anforderungen der EnEV zu entsprechen (insbesondere bei beabsichtigter Förderung durch Programme), sollte in jedem Fall eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (WRG) zum Einsatz kommen.

Fazit

Die freie Fensterlüftung stellt eine kostengünstige und funktionierende Lüftung dar, wobei die sachgerechte Bedienung dem Nutzer obliegt. Die Entscheidung für den alternativen Einbau einer mechanischen Lüftungsanlage obliegt dem Bauherrn.