Denkmalgeschütztes Gartenhaus restauriert

Jahr: 2008-2011
Ort: 72202 Nagold
Fotos: hauserpartner - Ulrich Fischer

Dichter und Denker im Nagoldtal - das Wohnhaus von Dr. Heinrich Zeller ist ein historischer Treffpunkt für intellektuelle Begegnungen gewesen. Dank des Fördervereins und der Stadt Nagold wurde das unter Denkmalschutz stehende Gebäude und die Gartenlaube vollständig saniert und originalgetreu wiederhergestellt.

Zeitliche Abfolge: Restaurierung des Gartenhauses 2008 und Restaurierung der Gartenlaube 2011
Weitere Details zum Ablauf: Flyer mit einer Beschreibung der Restaurierungsabschnitte

Wahl zum Denkmal des Monats: Begründung der Landesstiftung
Tag des offenen Denkmals: Programmhinweise durch die Deutsche Denkmalstiftung

Ausgangspunkt

Auf der Suche nach Spuren und „Hinterlassenschaften“ des Nagolder Apothekers und Pietisten Dr. Heinrich Zeller stießen Mitglieder des Heimatgeschichtsvereis Nagold auf den verlassenen und vollkommen zugewachsenen Garten Heinrich Zellers, seinerzeit „vor den Toren der Stadt gelegen“. Zeller empfing in diesem Garten unter anderen mehrfach den Dichter und Schriftsteller Eduard Mörike. Im Jahr 2003 wurde dann der Zellersche Garten als Sachgesamtheit unter Denkmalschutz gestellt. Das Anwesen befand sich in einem äußerst restaurierungsbedürftigen Zustand, in besonderem Maß die Gartenlaube. Zusammen mit der Stadt Nagold und dem Förderverein wurde ein Restaurierungskonzept für das Anwesen ausgearbeitet.

Innenraum Gartenhaus

Zunächst sollte das Gartenhaus restauriert und zur Nutzung als Veranstaltungsort für kleine Vorträge, Lesungen und Kammermusik sowie museal für eine Dauerausstellung im Gedenken an Dr. Heinrich Zeller und Eduard Mörike, wie auch für Wechselausstellungen zum Thema hergerichtet werden. Zielvorgabe war, am Tag des offenen Denkmals im Jahr 2008 das Gartenhaus öffentlich für seine neue Nutzung einzuweihen.
In einem zweiten Schritt sollte dann die inzwischen substanzgesicherte Gartenlaube restauriert werden.

Umsetzung

Die Restaurierung des Wohnhauses wurde planmäßig nach 3 ½ Monaten Bauzeit mit der Einweihung am 10. Oktober 2008 abgeschlossen. Die in tradierter Handwerkskunst nach denkmalpflegerischen und restauratorischen Vorgaben und Abstimmungen durchgeführten Arbeiten erforderten eine sehr intensive Baubegleitung. Oft war auf schadhafte Bausubstanz und Befunde zu reagieren und das Restaurierungskonzept entsprechend anzupassen. Gleichzeitig wurde bei der Restaurierung die künftige, saisonale Nutzung berücksichtigt.

Ebenso verlief die Restaurierung der fast 180 Jahre alten Gartenlaube. Die Gartenlaube konnte mit dem Einhängen neuer Brettläden und Türblätter für den winterlichen Wetterschutz im November 2011 fertig gestellt werden.