Modernes Studieren im Nordschwarzwald

Jahr: 2016 - 2019Status: realisiert
Ort: FreudenstadtFotos: Wisckow Fotodesign

Am Standort Freudenstadt ist in Kooperation mit der Universität Stuttgart der zukunftsträchtige Campus Schwarzwald entstanden.

Ausgangslage

„Wir bauen uns eine Uni“, so titelte die Frankfurter Allgemeine Zeitung im Februar 2018 und würdigte dieses für die Region Nordschwarzwald prestigeträchtige Vorhaben ausführlich in Form eines umfassenden Berichtes. Mit einem Kooperationsvertrag haben der Campus Schwarzwald und die Universität Stuttgart im Januar 2018 offiziell den Grundstein ihrer Zusammenarbeit gelegt. Ziel war es, am Standort Freudenstadt gemeinsam ein Studienangebot auf Masterniveau sowie ein Lehr- und Entwicklungslabor für Digitalisierung und Energieeffizienz in der Produktion zu entwickeln und erfolgreich zu etablieren. Der Campus sollte ein attraktiver Standort insbesondere für Ingenieure und Maschinenbauer werden und dem starken Mittelstand der Region langfristig den Nachwuchs sichern.

Voraussetzung

Standort des Campus ist die Innenstadt der Stadt Freudenstadt. Auf einer Fläche von 3.200 qm sollten moderne Konferenzräume für Lehrveranstaltungen, Laborhallen, eine Cafeteria für Studenten und Lehrkräfte, Co-Working Zonen sowie Büros für Professoren und Mitarbeiter der Universität entstehen und soll bis zu 200 Studenten die Möglichkeit bieten, in einem optimalen Umfeld zu studieren und zu forschen. Im Zuge dessen wurde hauserpartner damit beauftragt, das ehemalige Gebäude des Strom- und Gasanbieters EnBW zu sanieren und mit dem Neubau einer Konferenz- und Laborhalle zu erweitern.

Planung und Umsetzung

Neben den architektonischen Aufgaben des Um- und Anbaus und der Außenanlagen wurde hauserpartner auch für die Gestaltung der Innenräume und für die Tragwerksplanung die verantwortliche Planung übertragen.
Zusätzlich übernahm hauserpartner im Projektteam aller beteiligten Entscheidungsträger, Behörden, Fachingenieure und Bauausführenden die gesamte Koordinierung, Bauüberwachung und Kosten- und Terminkontrolle.
Die Fassade des Bestandsgebäudes wurde komplett saniert und wo nicht vorhanden mit einer Dämmung versehen. Im Anbau, Neubau und in der Laborhalle wurde mit großen Fensterflächen gearbeitet, um helle, freundliche Räume zu schaffen. Die Laborhalle wurde mit einer vorgehängten, hinterlüftenden Metallfassade in drei verschiedenen Dunkeltönen verkleidet.

Die Laborhalle mit Metallfassade in verschiedenen Dunkeltönen

Bei der Tragwerksplanung bestand die Herausforderung darin, mit einem im Baugrund vorhandenen 6m hohen Auffüllbereich richtig umzugehen. Als Lösung wurde das neue Gebäude mit den relativ hohen Verkehrslasten eines Industriebaus auf insgesamt 106 duktile Gußpfähle gestellt.
Die Außenanlagen wurden ebenfalls neu hergerichtet. Es wurden 45 Parkplätze und zwei Elektroladestationen für E-Fahrzeuge geschaffen, dazu ein Außenbereich für den Konferenzraum, der für unterschiedlichste Nutzungen konzipiert wurde, sowie ein weiterer Außenbereich mit Sitzgelegenheiten für die Cafeteria.

Konzept zum Innenraum >